New York Style
Der elegante Mambo-Salsa aus New York
- Charakter und besondere Merkmale
Ein Kompromiss zwischen Improvisation „de la calle“ und dem Hang zur Perfektion in Standard-Tänzen. Die Bewegungen sind weich, elegant und eher feminin (auch für den Mann), wirken aber natürlicher als in der Latin-Salsa der Turniertänze. In New York wird dieser Stil (bzw. einzelne Varianten davon) auch Mambo-Salsa oder Mambo Tipico genannt. Der New York-Style ist eine Mischung von stark puertoricanisch beeinflussten Solo-Schrittkombinationen (genannt „Shines“ oder „Footwork“, in der Schweiz auch "Pasitos") und Figuren/Vueltas aus nordamerikanischen Paartänzen. Als Hauptinspirationsquellen für die unzähligen Vueltas ist der Hustle (nordamerikan. Disco-Fox-Variante) zu nennen. Aber auch Swing-Elemente sind erkennbar. Der New York-Style besticht v.a. durch seine Eleganz, seine effektvollen Vueltas und seinen Variantenreichtum. Obwohl dieser Stil für „De la calle“-Anhänger manchmal etwas kopflastig oder überstilisiert wirkt (z.B. oft etwas schematisch wirkendes „Über-den-Kopf-Streicheln“), lässt er im Gegensatz zu den klassischen Standard-Turniertänzen noch viel Raum für Improvisation. Deswegen wird er auch von Anhängern der „De la calle-Stile“ immer mehr akzeptiert.
Im Vergleich zum Casino und Cumbia-Style steht im NY-Style die Frau stärker im Zentrum und „macht die Show“ (viele schnelle, effektvolle Drehungen, sexy Movimientos)! Dieser Stil stellt hohe Ansprüche an das Führen bzw. sich Führen lassen. Wenn ein Paar den New York-Style beherrscht, sieht es sehr harmonisch aus.
Basiselemente
Grundschritt vorwärts (3er-Schritt). Beginn im New York-Style auf „2“ (wie im Son), oft jedoch auch auf „1“, aber mit dem Akzent (Ausfallschritt) auf „2“. Bei letzterem handelt es sich um die etwas eigenwillige, aber sehr populäre Variante von Eddie Torres (auch Mambo Tipico genannt). Die Salsa Puertoriqueña von Pedro Gomez beginnt wie beim Casino mit
- dem Ausfallschritt auf „1“ (Konzession an Europa?).
- Ein anspruchsvolles, aber trotzdem klares System von unzähligen effektvollen Vueltas (mit vielen Doppel- und Mehrfachdrehungen der Frau) und komplexen „Shines“.
Systemprägendes Element: „Cross body lead“ und Ausrichtung vieler Vueltas auf einer Linie.
- In der Schweiz ist dieser Tanzstil in Salsa-Lokalen immer häufiger anzutreffen und „esch böös im Chooh“!
- Außerhalb der CH: Natürlich der dominante Stil in New York, aber auch immer populärer im restlichen Nordamerika. In Europa schon sehr verbreitet in Italien, Deutschland und England (v.a. London). Dies ist unter anderem das Verdienst des omnipräsenten und erstklassigen Tanzlehrers Pedro Gómez, der diesen Stil unter dem Namen Salsa Puertoriqueña (auf "1") unterrichtet.
Kompatibilität mit anderen Stilen
Ganz anderes Grundsystem als der Cumbia-Style oder Casino. Eine Verbindung zu letzterem eröffnet jedoch neue und faszinierende Perspektiven (Vueltas, Vueltas, Vueltas ...).
Dazu passende Musik
Von den klassischen und eher jazzlastigen Mambo-Salsa-Varianten, über modernere Stile bis hin zur „Weichspül-Salsa“ (Salsa-Erotica). Mögliche Interpreten bzw. Gruppen sind z.B. Tito Puente (klassische Salsa/Mambo), Celia Cruz, El Gran Combo, Sonora Ponceña, Gilberto Santa Rosa oder Lalo Rodriguez (Salsa Erotica)